10 Gebote für das 21. Jahrhundert

Gefunden bei der Ausstellung im Neuen Museum Nürnberg mit dem Titel

WetransFORM – Kunst und Design zu den Grenzen des Wachstums

sonnenuntergang

  1. Fliege nicht.
  2. Recycle.
  3. Benutze Fahrrad oder öffentliche Verkehrmittel anstatt des Autos.
  4. Meide alle Produkte mit Plastikverpackungen.
  5. Vermeide das Heizen und das Benutzen von Klimaanlagen, wenn möglich.
  6. Meide alle Produkte, die von weither kommen.
  7. Kaufe nichts, bei dem du nicht wirklich sicher bist, dass du es brauchst.
  8. Prodiziere nicht mehr als 2 Kinder.
  9. Kultiviere, bebaue oder verbrauche kein unberührtes Wasser oder Land.
  10. Mache all diese Schritte für dich und andere günstig und leicht zugänglich.

Klare Worte, denen wir uns anschließen können und die nicht leicht umzusetzen sind.

http://www.nmn.de/de/ausstellungen/wetransform/we-transform.htm

Ein Gedanke zu „10 Gebote für das 21. Jahrhundert

  1. Johannes Resch

    Die „10 Gebote“ mögen etwas überspitzt formuliert sein. Trotzdem halte ich sie bis auf den Punkt 8. grundsätzlich für berechtigt. Wollte man dagegen die Kinderzahl wirklich für alle auf 2 beschränken, wäre das absolut kontraproduktiv, weil alle unsere derzeitigen sozialen Sicherungssysteme zur Überforderung der nachfolgenden Generation führen müssten. Das wäre das extreme Gegenteil einer nachaltigen Entwicklung. Da es immer auch Kinderlose und Eltern mit nur einem Kind geben wird, sind Familien mit mehr als zwei KInden bei dem derzeitigen Sozialsystem für die Gesellschaft überlebensnotwendig.
    Die Empfpfehlung einer Begrenzung auf zwei Kinder wäre allenfalls dann vertretbar, wenn von Personen ohne Kinder (z.T. auch von Eltern mit einem Kind) verlangt würde, ihr eigenes Alter z.B über eine Kapitalversicherung selbst abzusichern, statt sich nach dem bestehenden System von den Kindern anderer im Alter alimentieren zu lassen. Davon ist aber in den „10 Geboten“ keine Rede.
    Die gedankenlose Empfehlung unter 8. müsste,, sollte sie wirklich gefolgt werden zwangsläufig zu einer regelrechten Ausbeutung der jeweils nachfolgenden Generation führen mit gesellschaftlichenn Spannungen, die jede vernünftige Lösung ökologischer Probleme verhindern könnte.
    Die nicht zu bestreitende Überforderung der Erde durch Überbevöllkerung kann nicht durch eine Ausbeutung der nachfolgenden Generation gelöst werden. Nachhaltigkeit in der Ökologie und Nachhaltigkeit im Sozialsystem müssen immer zusammen gedacht werden. Anders funktioniert das nicht. – Anders ausgedrückt: Der Geburtenüberschuss in der dritten Welt kann nicht durch Geburtendefizit bei uns kompensiert werden, ebenso wenig wie der Hunger in der dritten Welt durch Überernährung bei uns bekämpft werden kann.

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